FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN
Diese Gefahr wächst ins Ungemessene, wenn ein solcher Mensch an die Spitze eines mächtigen Staates kommt und sich ein raffiniertes Regierungssystem, das jeden Widerspruch und jede Kontrolle ausschließt, ausdenkt und dieses einführt.
Ich bin übrigens nicht der einzige, der diese medizi- nischen Ideen über Hitler hat. Es sind Urteile englischer Kollegen zu meiner Kenntnis gelangt, die sich auch in diesem Sinne aussprechen.“-
Wir haben mit Spannung dieser interessanten Erklärung des englischen Arztes zugehört.
„Das leuchtet mir ein“, fährt Horst fort.„Hitler hat alle getäuscht, weil keiner ihn erkannt hat. Auch beträcht- liche Teile des Auslands haben ihn nicht erkannt, denn sonst wären doch die Vertreter aller Nationen nicht zur Olympiade gekommen! Sonst wäre doch nicht der eng- lische Ministerpräsident Chamberlain zweimal nach Deutschland gekommen und hätte Verträge mit ihm ab- geschlossen! Sonst hätte auch der französische Minister- präsident Daladier nicht seine Unterschrift unter das Münchener Abkommen gesetzt. Sonst hätte auch Stalin nicht den Nichtangriffspakt mit Hitler unterzeichnet.- Keiner hat ihn erkannt, ehe es zu spät war! Aber das Furchtbare für die Friedensidee ist, daß Hitler immer das Wort ‚Friede‘ im Munde geführt hat, und daß die Menschen ihm geglaubt haben.“
„Es hängt mit seiner Veranlagung zusammen“, setzt Doktor G. das Gespräch fort.„Natürlich müssen noch eine ganze Reihe von anderen geistigen und politischen
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