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noch zu nah! Nur gewisse Erkenntnisse zeichnen sich deutlich ab. Unsere Gespräche mit Dr. T. sind der äußere Anlaß dazu, denn wir kommen jetzt öfter abends zusammen, um unsere Ansichten über die Lage und die notwendigen Maßnahmen zu besprechen.
Es ist ein sehr gemischter, kleiner Kreis, der dazu gehört. Der ewig aufgeregte, ewig ängstliche Doktor T. ist der gegebene Sammelpunkt. Der zweite Arzt der Krankenabteilung, Dr. G., den ich inzwischen auch näher kennengelernt habe, ist sein genaues Gegenteil. Ein großer, sportgestählter Engländer, mit glattrasiertem, offenem Gesicht, selbstbeherrscht bis zur Steifheit. Ob- wohl ungeheuer verbittert, bricht sein Sinn für einen sarkastischen Humor selbst am Rande dieses Abgrundes immer wieder durch.
Ein besonders tragisches Beispiel eines Ausländers, der Deutschland zu seiner Wahlheimat gemacht hatte. Aus Südafrika stammend, fühlte er sich zur deutschen Wis- senschaft besonders hingezogen. Er blieb nach Kriegs- ausbruch an einem Hamburger Krankenhaus tätig. Durch eine geschäftstüchtige Berufsdenunziantin bei der Polizei angezeigt, ist er seit drei Jahren im KZ inter- niert. Gemeinsam mit Dr. T nimmt er unermüdlich den Kampf gegen Krankheit und Not unter den hoffnungs- losesten Voraussetzungen auf, so daß ihre Haltung selbst der Lagerleitung und den Grünen eine widerwillige Achtung abzwingt.
Es wird mir immer stärker zum Bedürfnis, in diesem Kreise die täglichen Erlebnisse zu besprechen. Sie
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