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ZWISCHEN TOD UND LEBEN
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auch nicht. Aber Sie müssen als erstes Gott als Ihren Richter anerkennen! Beugen Sie Ihre Knie in Ihrer Zelle heute abend! Bekennen Sie Gott bedingungslos Ihre Ergebenheit und Ihre Bereitschaft, seine Wege und seinen Willen als die Ihren anzuerkennen. Sagen Sie Gott alles, was Sie in Ihrem Leben als Last und Sünde empfinden. Sie werden dann entdecken, was göttliche Gnade und göttliches Recht aus Ihnen macht."
Wieder macht der Pfarrer eine kurze Pause. H.s Blick ist jetzt frei und klar. Der Ausdruck des Zweifels ist aus seinem Gesicht gewichen, als der Pfarrer weiterspricht. Wenn Sie so vor diejenigen treten, die Ihre menschlichen Richter sein wollen, dann werden Sie diesem Richtertisch innerlich das Recht absprechen, nach Schuld und Sühne in Ihrem Leben zu fragen. Denn Ihre Gedanken und Ihre Worte, die dieser Richtertisch im Auftrage der Staatsführung Ihnen als ein tödliches Verbrechen auslegen will, sind Ihr unveräußerliches Recht, auf das Sie als Angehöriger der Kultur Anspruch erheben können.
Zum Schluß noch eins: Abgesehen von der letzten Problemstellung über die Frage der Richter überhaupt, bedenken Sie bitte: Wenn Sie diesen Richtertisch anerkennen, dann erkennen Sie damit auch die heutige Staatsführung in ihrer Zielsetzung an!"
Es entsteht eine lange Pause. Man merkt es Pfarrer D. an, wie schwer es ihm fällt, was es für bitterer Erkenntnisse bedurft hat, bis er als Mensch, der in diesem Staate lebt, sich innerlich von diesem Staate so losgelöst hat, daß
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