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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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ZWISCHEN TOD UND LEBEN

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Wieder macht der Pfarrer eine kurze Pause. H.s Blick ist jetzt frei und klar. Der Ausdruck des Zweifels ist aus seinem Gesicht gewichen, als der Pfarrer weiterspricht. Wenn Sie so vor diejenigen treten, die Ihre mensch­lichen Richter sein wollen, dann werden Sie diesem Richtertisch innerlich das Recht absprechen, nach Schuld und Sühne in Ihrem Leben zu fragen. Denn Ihre Gedan­ken und Ihre Worte, die dieser Richtertisch im Auftrage der Staatsführung Ihnen als ein tödliches Verbrechen auslegen will, sind Ihr unveräußerliches Recht, auf das Sie als Angehöriger der Kultur Anspruch erheben können.

Zum Schluß noch eins: Abgesehen von der letzten Pro­blemstellung über die Frage der Richter überhaupt, bedenken Sie bitte: Wenn Sie diesen Richtertisch aner­kennen, dann erkennen Sie damit auch die heutige Staatsführung in ihrer Zielsetzung an!"

Es entsteht eine lange Pause. Man merkt es Pfarrer D. an, wie schwer es ihm fällt, was es für bitterer Erkennt­nisse bedurft hat, bis er als Mensch, der in diesem Staate lebt, sich innerlich von diesem Staate so losgelöst hat, daß

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