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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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ZWISCHEN TOD UND LEBEN

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,, Ich habe einen Ausweis mit Bild und außerdem die Anklageschrift. Darf ich den Namen und die Parole auf­schreiben?"

Was denken Sie!" In ihren Augen erscheint ein böses Licht. ,, Niemals!- Sagen Sie vor sich hin, ich wiederhole Genosse Kommandeur Petschow und Dritte Internatio­ nale . Parole gilt ganzen Monat. Die Kreise, die runden Punkte auf Karte sind Gegend von Kommandostab. Gehen Sie nicht auf Straßen, sondern rechts oder links fünfzig Meter. Auf Straßen sind Minen.- Wo ist das Geld?", fragt sie plötzlich.

,, Ich lege die Karte hin und nestle aus dem Innenfutter meiner Tasche den verabredeten Tausendmarkschein. Sie schaut ihn einen Moment prüfend an und schiebt ihn rasch in den Brustausschnitt ihres Hemdes.

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, Wenn Gefahr, Zeichen von Karte einfach ablecken oder so"- sie leckt an einem Finger und reibt ihn auf dem Handrücken- ,, dann verschwunden. Wenn geht, natür­lich Karte kaputtmachen."

Harry berührt sie plötzlich leicht mit der Hand. ,, Viel Glück ", sagt sie und lächelt mich an, daß ihre weißen Zähne blitzen. Dann ist sie genau so rasch und geräuschlos verschwunden, wie sie kam, während Harry mir mit dem Seifenpinsel ins Gesicht fährt. Am Ende des Ganges hört man den eisenbeschlagenen Schritt einer Wache, doch er entfernt sich wieder. Rasch habe ich die Karte unter mei­nen Rock geschoben. Gleich darauf höre ich Holzschuhe auf dem Gang klappern. Irina geht mit Eimern und

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