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Schutzhäftling 409 / Arnold Schulz
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Der rote Jan, der eiserne Gustav und Schweinebacke

Unter diesen Spitznamen übten drei der gemeinsten und brutalsten SS - Leute ihr blutiges Handwerk im Konzentrations­ lager Esterwegen aus. Sie waren die ,, Bluthunde" des Faschismus im wahrsten Sinne des Wortes. Auf ihren Befehl mußten die wehrlosen Gefangenen stundenlang ,, Sport " machen, sie peinigten sie bis aufs Blut, knallten sie dann wie die Hunde ab.

Der rote Jan, der eiserne Gustav und Schweinebacke hatten meistens Dienst bei Außenkommandos als Bereitschaftsführer, und draußen in Moor und Heide, wo stundenweit keine Menschen­seele wohnte, war der geeignete Ort, wehrlose Gefangene zu quälen und zu ermorden. Wenn hier die Gefangenen bei der Arbeit bis an die Kniee im eiskalten Wasser standen, setzten die drei Mordgesellen mit ihren wahnsinnigen Quälereien ein.

Der rote Jan, der eiserne Gustav und Schweinebacke haben hunderte von tapferen Freiheitskämpfern zu Tode befördert, oder durch ihre wahnsinnigen Quälereien die Gesundheit fürs ganze Leben zerstört.

Die richtigen Namen dieser drei vertierten SS - Leute habe ich leider nie erfahren können. Aber der gerechten Sühne für ihre feigen Mordtaten werden sie trotzdem nicht entgehen können.

,, Dich machen wir heute fertig!"

Der morgendliche Zählappell im Konzentrationslager Ester­ wegen ist beendet. Wie ein Bienenschwarm sausen die Gefan­genen durcheinander, um sich zu den einzelnen Arbeitskomman­dos aufzustellen. Im Konzentrationslager Esterwegen muß alles im Laufschritt erfolgen. Nachdem die Arbeitskommandos sich aufgestellt haben, gehen die Bereitschaftsführer durch die Reihen der einzelnen Kommandos und spähen nach ihren Opfern aus, denn jeden Tag muß mindestens einer ,, fertiggemacht werden", d. h. auf deutsch : ,, Jeden Tag muß einer erschossen werden."

Wie Bestien nach Beute jagen, so streichen die SS - Banditen durch die Reihen der Gefangenen. Haben sie ihr Opfer gefunden, so muß der Gefangene vortreten. Ausgefragt und ausgepreßt wie eine Zitrone nach früherer Tätigkeit, Wohnort und Familien­verhältnissen, wird dann zum Schluß dem Opfer zynisch mit­geteilt: ,, Dich machen wir heute fertig!" Das ist das nackte und brutalste ,, Todesurteil" gegenüber einem wehrlosen Gefangenen, und im Laufe des Tages wird dieses ,, Todesurteil" auch vollstreckt.

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Nachdem das Opfer des Tages festgestellt worden ist, rücken die einzelnen Kommandos zu den draußen liegenden Arbeits­stellen ab. Schon auf dem Hinmarsch werden die Gefangenen

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