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Schutzhäftling 409 / Arnold Schulz
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Sorgen und seinen Kummer und können ihm doch nicht helfen. Seine junge Verlobte ist vor einigen Wochen verstorben. Urlaub gibt es im Konzentrationslager grundsätzlich nicht, auch nicht bei Todesfällen.

Die Mutter des jungen Kameraden wohnt in der Eifel und wartet schon vergeblich seit Wochen auf Post von ihrem Sohn. Beunruhigt und tief bekümmert macht sie sich auf die Reise nach Esterwegen , um ihren Sohn zu sehen. Bei der Ankunft läßt sie sich beim Kommandanten mit der Bitte melden, ihren Sohn besuchen zu dürfen.

Aber sie darf das Tor des Lagers nicht durchschreiten. Drei Tage steht die alte Frau vergeblich am Tor des Konzentrations­lagers Esterwegen . Sie sendet dringende Telegramme nach Berlin an die Reichsleitung der Gestapo , um eine besondere Besuchs­erlaubnis zu erhalten. Aber alles vergebliche Bemühungen. Sie stößt überall auf harte Herzen und seelenlose Menschen.

Drei Tage und drei Nächte steht die alte Frau weinend am Tor des Konzentrationslagers Esterwegen , ohne ihren Sohn über­haupt sehen zu können. Mit blutendem Herzen verläßt sie wieder die öden Gefilde des Moores und kehrt in die Heimat zurück, ohne ihren Sohn gesehen zu haben.

Der Sprung ins Jaucheloch

Im Konzentrationslager Esterwegen gab es eine Zeitlang ein besonderes Strafkommando, das sogenannte Jauchekommando. Politische Gefangene, die aus besonderen Gründen der Lager­verwaltung ein Dorn im Auge waren, wurden für eine bestimmte Zeit zu diesem Kommando abkommandiert. Ich hatte das Pech, zweimal in diesem ekelhaften Kommando arbeiten zu müssen.

Das Jauchekommando hatte die Aufgabe, die im Lager befind­lichen Jauchegruben zu entleeren. Immer zehn bis fünzehn Gefangene mußten diese Arbeiten durchführen. Der Jauchewagen wurde an die Grube herangefahren. Zwei Mann mußten dann mittels einer großen Schöpfkelle die Jauche in den Wagen füllen. Die übrigen Gefangenen konnten sich aber in der Zwischenzeit nicht ausruhen, sondern mußten ,, Sport " machen. D. h. der zweite Posten jagte die Gefangenen hin und her, daß sie müder und abgehetzter wurden als beim Jaucheschöpfen.

War der Wagen voll, dann wurden die fünfzehn Leute vor den Wagen gespannt wie Zugochsen, und in sausendem Galopp ging es zum Tor hinaus bis zur großen Jauchegrube vor dem Lager. Hier wurde das Jauchefaß entleert, und während der Ent­leerungszeit mußten die Gefangenen sich wieder ,, sportlich" betätigen. Keine freie Minute wurde den Wehrlosen gegönnt.

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