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Schutzhäftling 409 / Arnold Schulz
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meterdicken Mauern war das nächste Ziel meiner ,, Reise". Von hier aus ging es weiter nach dem Polizeigefängnis Wuppertal­Barmen und dann zum Polizeipräsidium Düsseldorf . Polizei­gefängnis Wuppertal- Barmen und das berüchtigte Jägerschlößchen in Düsseldorf blieben mir nicht erspart. Die Hölle von Kemna, das übel bekannte Konzentrationslager Westdeutschlands, be­herbergte mich ein halbes Jahr.

Aber noch war meine ,, Reise" nicht beendet. Untersuchungs­gefängnis Wuppertal - Bendahl, die Gefängnisse in Düsseldorf , Duisburg , Essen und Remscheid lernte ich kennen. In dem großen Untersuchungsgefängnis in Hamm in Westfalen mußte ich zwei­mal verweilen. Die Strafanstalt Lüttringhausen gewährte mir achtzehn Monate ,, Verpflegung" und Unterkunft.

Anschließend ging es dann in die Polizeigefängnisse Hamm und Münster , zum Konzentrationslager Esterwegen ins Moorland. Das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin war die ,, End­station" meiner fünfjährigen ,, Reise" durch das Dritte Reich.

Nach fünf Jahren und drei Monaten Kerkerhaft wurde ich entlassen und kehrte in die ,, Freiheit" zurück. Deutschland hatte sein Gesicht vollständig verändert. Haß und Lüge regierten im Lande. Der größte Teil des deutschen Volkes war der Naziseuche vollständig verfallen. Spitzel und Denunzianten trieben ihr schmutziges Handwerk und hatten Hochkonjunktur. Die anti­faschistische Freiheitsbewegung war gelähmt infolge des starken Naziterrors.

Die wenigen in Freiheit befindlichen Antifaschisten hatten einen sehr schweren Stand und konnten nur in ganz kleinen Kreisen ihre nazifeindliche Tätigkeit ausüben.

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Am Marterpfahl der SS- Kaserne zu Lippstadt

Nach geschichtlichen Ueberlieferungen sollen die Indianer früher ihre Gefangenen an Marterpfähle gebunden haben, wo sie dann ihre Opfer grausam quälten bis zum Tode. Die SS - Männer in Lippstadt wandten ähnliche Methoden an, um ihre Opfer ge­fügig zu machen.

Am 30. Juni 1933, gegen 17 Uhr, wurde ich in die SS- Kaserne in Lippstadt eingeliefert. Drei SS - Männer rissen mir die Kleider vom Leibe, bis auf die Hosen. Dann banden sie mich mit Stricken an einen Pfahl in solcher Höhe, daß meine Füße den Erdboden nicht mehr berührten. Mit Gummiknüppeln schlugen dann die Drei auf mich ein. Unermüdlich nach Kommando bearbeiteten die Drei meinen Rücken und meinen Bauch mit Gummiknüppeln. Einer der drei Folterknechte war der Sohn eines Lippstädter Kriminalbeamten.

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