Nachmittag
Das späte Licht zerfällt wie zarte Blüten und löst sich langsam aus dem vollen Strauß,
als bräche es aus einer Form heraus,
aus einer schwachen, halb verglühten,
grau wie das Haus.
Die Weidenarme hängen schwer im Wasser.
Der Mädchen müder, monotoner Sang
klingt sehnsuchtsvoll wie Amselruf und bang,
und ihre Schatten werden blasser
und werden lang.
Die trüben Farben, die durchs Fenster dringen,
sind wie die Räume, ungenau und weit, durch deren ahnungsvolle Ängstlichkeit
die Stimmen alter Uhren schwingen: Wir sind die Zeit!
$ 30.


