Kranke
Man sieht sie manchmal in den Korridoren.
der großen Krankenhäuser hin und her
wie Träumer gehen, mühevoll und schwer,
als wären sie im Inneren erfroren.
Sie sind so tief in sich, wie ungeboren, daß sie der Fremden Blicke gar nicht mehr auf sich empfinden. Nur der Wiederkehr des hohlen Tones, den ihr Schritt verloren,
kalt an die Wand wirft, sind sie hingegeben und horchen, wie er in die Stille rinnt. Sie sind wie blind, sie lauschen auf ihr Leben
und sind in lauter Wunder eingelassen.
Denn wer in sich ist, kann es niemals fassen, daß andre außer sich und offen sind.
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