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Stadtränder
So sind die Ränder aller großen Städte: Dort leben Kinder, die nie Kinder sind, die kränkelnd wachsen, alt und wie Skelette
aus ihrer Kindheit gehn, die früh zerrinnt.
Dort ist der Ein- und Ausgang aller Seelen, nicht Siegestore mehr, nur noch Fabrik und Krematorien, Wasser von Kanälen,
Armut und Elend mit verstumpftem Blick.
Und Feuchtes von gesammelten Oktobern, das an den Mauern haftet wie Gewicht. Nur kleine Fenster überm Dach erobern
sich manchmal noch ein wenig Sonnenlicht.
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