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Einkehr
Ein Windstoß naht, fchon kräufeln sich die Wellen, Und wie ein Beben geht es durch die Zweige. Die Trauerbirken sich zum Wasser neigen- Im letzten Sonnenflimmer fpielen die Libellen. Und von der Heide klingt ein leises Schellen Wie Silberglocken in dies tiefe Schweigen. Ein zarter Nebel schwebet wie im Reigen Durch's Tal herauf bis an die Wasserquellen.
O Schicksalsmacht, laß einmal mich verweilen An jenem Orte noch, wo mit beschieden Der Sehnsuchtsglaube ward, sich zu erfüllen. Und in Gedanken eile ich zuweilen
Aus diesem Grau hinein in deinen frieden In deinem Tempel meine Qual zu stillen.
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