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Viertes Lied
Es kann mich ja von euch nichts scheiden, Und selbst der Mauer stärkste Wand kann euch den Eintritt nicht verleiden, Jhr naht euch still und unerkannt.
So seid auch heute mit willkommen, Jhr guten, alten Freunde mein. Jhr habt mir oftmals abgenommen Der Sorge große Last und Pein.
Bald raunt es wie ein leises Singen Doll reinen klangs und Melodie. Bald tönt es wie ein sanftes klingen Aus weiter Welt der Phantasie.-
Und dort, wo die Gedanken weilen, Erblichst du oft dein eigen Bild. Und wie im friedlichen Enteilen Jst deine Sehnsucht ganz erfüllt.
Doch, hörst du nicht die Nordsee branden! mit ihrem kalten Wellenschlag
Erschwert dem Fischer sie das Landen, Der sich gemüht den ganzen Tag.
Und abseits steht im Wandrerkleide Ein Fremder, wohl von Weiten her, Und müde spricht er wie im Leide Hinaus zum weiten, weiten Meer:
,, Wie gleichest du dem Menschenleben mit deinem Toben, deinem Drang, mit deinem untuhvollen Beben Und ewig alten Klagesang!"


