Einsamkeit
Hab' oft in stillen Stunden, In schlaflos dunkler Nacht Gar schmerzlich es empfunden,
Was mich so einsam macht;
Was all mein Tun, mein Streben
In schwarzen Schleier hüllt;
Was hoffnungsschwer im Leben
Sich nimmermehr erfüllt.
Ich hab' in Dämmerstunden Darüber nachgedacht, Warum ich nie empfunden Die frohe Hoffnungsmacht.
Es sind in all den Jahren Die Bilder mir verblaßt, Die mir so teuer waren, mich hat das Glück gehaßt.
Es ging an mir zuweilen Ganz nah' das Glück vorbei. Dorbei nur tat es eilen Ins ew'ge Einerlei.—
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