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mal das Messer schon an.„Herr Scharführer,‘ flehte ich,„wenn Sie wüßten, was mich das Annähen all der Knöpfe für Mühe kosten wird! Da will ich doch lieber einen Roman in zwei Bänden fabrizieren.‘“ Da mußte der Mann selber lachen und ließ meine Knöpfe‘am Leben.
3. Die sogenannten Privilegien
Im Jahre 1941 änderte sich unerwartet die Lage der Geistlichen. Wohl durch Vermittlung des Papstes setzte theoretisch eine Vorzugs- behandlung ein. Die Pfarrer durften nicht mehr in Arbeitskommandos eingereiht werden, blieben von Transporten in andere Lager aus- geschlossen, bekamen das Recht eines Mittagsschläfchens im Bett, erhielten täglich für je drei Mann eine Flasche Wein und durften innerhalb ihres Blocks Gottesdienst abhalten. Diese Privilegien arteten jedoch zum Teil in bösartige Schikanen aus.
a) Arbeitslosigkeit
Die mej'sten Pfarrer hatten bisher teils schwere, teils leichtere Kommandos. Die reichsdeutschen Pfarrer erhielten Brotzeit, während die Ausländer leer ausgingen. Arbeitslos geworden, verloren jetzt alle die Sonderration, Brot mit Wurst oder mit Margarine. Das war ein empfindlich spürbarer Nachteil, da um jene Zeit vollständige Paket- sperre bestand. Durch den Wegfall dieser Brotzeit stieg die Qual des Hungers noch mehr. Selbst die Arbeitslosigkeit blieb ein leeres Ver- sprechen. Statt der früheren Beschäftigung in den Kommandos mußten die Geistlichen das ganze Jahr hindurch die schweren Eßkübel dreimal am Tage vor der Küche in alle Blocks des Lagers schleppen und die leeren Kessel wieder in die Küche zurücktragen, sowie den Schneg aus dem Lager räumen. Das Personal schikanierte auch in der Freizeit den Klerus aufs unmenschlichste. Tagsüber durfte selten ein Geistlicher in der Stube bleiben, auch wenn der Himmel den Regen in Strömen, herabgoß oder der Nordwind bei einer Temperatur von'20 Grad unter Null durch die Straßen heulte. Drei Stunden am Morgen und nachmittags von. zwei bis vier Uhr, mußten die Geistlichen auf der Lagerstraße marschieren, laufen, hüpfen, auf dem Boden herumrollen, singen usw.
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