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Lagerleitung einen Brief, ihr geistlicher Bruder sei an Lungenentzün­dung gestorben. Wegen Seuchengefahr könne die Leiche nicht aus­geliefert werden.

Der SS - Arzt Dr. Schilling erklärte bei Gelegenheit des Prozesses, in dem Dachauer SS - Mörder verurteilt wurden, allmonatlich dreißig Häftlinge als Versuchskaninchen benutzt zu haben. Im Ganzen seien etwa tausend Internierte durch seine Finger gegangen. Vergiftete Flie­gen verseuchten das Blut unserer Kameraden. So erkrankten diese Leidensbrüder an Malaria und an anderen Krankheiten, sie bleiben ihr Leben lang Krüppel, wenn sie nicht gestorben sind. Ich selbst hatte im Büro des Arbeitseinsatzes die Liste der Malariakranken in Händen. Mit Vorliebe wählte Dr. Schilling Pfarrer als Versuchsobjekte. Viele polnische Geistliche endeten infolge dieser Vergiftungen im Krema­torium. Persönlich kenne ich zwei Redemptoristenpatres, die infolge solcher Versuche immer wieder durch Malariafieber schwer erkrankten. Ein Kamerad aus Sarreguemines wurde ebenfalls als Versuchsobjekt mißbraucht. Seine Gesundheit ist heute noch zerrüttet. Dr. Schilling machte auch Versuche mit heißem und kaltem Wasser, um feststellen zu können, bei welchem Hitze- oder Kältegrad der Mensch dahinstirbt. Es wäre zu grausig, weitere Einzelheiten erzählen zu wollen.

Die Geistlichen waren auch Opfer vieler anderer, weniger blutiger Schikanierungen. In der Kantine konnte in den Jahren 1940 bis 42 jeder Häftling Eßwaren, wie Fleisch- und Gemüsekonserven, kaufen. Nur der Klerus durfte von dieser Bewilligung lange Monate hindurch keinen Gebrauch machen.- Sämtliche Häftlinge, die in schweren Kommandos arbeiteten, erhielten morgens um neun Uhr eine größere Portion Brot mit Wurst oder Margarine. Nach einer Berliner Verord­nung entzog man jahrelang nur den Pfarrern diese Brotzeit.

Ein Geistlicher wurde gezwungen, einen Affen zu streicheln, der auf Staatskosten ein besseres Leben im Lager Sachsenhausen führte als die Häftlinge. Sobald unser Mitbruder das Tier berührte, schlug es ihm immer wieder mit der Tatze ins Gesicht, worüber sich die SS­Männer köstlich amüsierten.- Nazi- Flegel legten eine SS- Mütze auf den Boden der Lagerstraße. Pfarrer mußten in militärischer Haltung stundenlang an der Mütze vorbeimarschieren und diese mit aufge­hobenem Arm ehrfurchtsvoll grüßen.- Befehl der SS - Leute an eine

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