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Nackt stand ein Häftling vor seinen Peinigern. Diese tupften mit allerlei Witzeleien ihre brennenden Zigaretten und Zigarren auf die bloße Haut des gequälten Menschen. Oft warf man auch die Gefangenen auf den Boden und trampelte mit den Füßen auf deren Leib herum, manchmal so lange, bis der Tod eintrat.-
Oft stießen die SS- Unmenschen mit geballter Faust den Häftlingen in die Magengrube. Der Mißhandelte fiel dann kopfüber aufs Gesicht. Nicht selten hörten wir von folgender ekelerregenden Miẞhandlung. Erster Befehl: ,, Im Laufschritt antreten!" Im Vorbeigehen gibts schon reichlich Fußtritte. Zweiter Befehl: ,, In zwei Reihen antreten, Gesichter einander zukehren! Stillgestanden! Haut euch gegenseitig in die Fresse." Keiner tat es. ,, Wirds bald?" Niemand rührt sich. Statt die Kameradschaftlichkeit gebührend anzuerkennen, stoßen die wüsten Kerle je zwei Kameraden gegeneinander, so daß die Köpfe blutig aufeinander prallen. Dann schreiten die Henkersknechte durch die Reihen und schlagen den Gefangenen mit der Faust ins Gesicht. ,, Hättet ihr euch selbst geschlagen, wäret ihr besser davon gekommen", meinte einer mit frechem Hohn. Neuer Befehl: ,, Wieder in zwei Reihen mit Gesichtern gegeneinander aufstellen. Einer spucke dem andern ins Antlitz!" Kein Mensch gehorcht. Die Pistolen werden entsichert. ,, Zum letztenmal befehle ich, euch gegenseitig anzuspucken..." Nun bespeien sich einige, aber kaum bemerkbar. Da treten die SS - Schweine vor und schleudern den Häftlingen dicke Fladen Spuck ins Gesicht. Gegenseitig müssen sich nun die Kameraden sauberlecken.- Manchmal wurden arme Häftlinge mit Kolbenschlägen oder mit Hunden gegen den Stacheldraht getrieben. Es hatte so den Anschein, als ob sie fliehen würden. Wenn die Unglücklichen am Draht angekommen waren, wurden sie vom Wachtturm aus niedergeknallt. Im Rapport hieß es dann: ,, Auf der Flucht erschossen."
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2. Von Seiten des Personals
Das Häftlingslos war vor September 1942 in Dachau derart unmenschlich, daß nicht einmal das Sklavenlos des Altertums damit verglichen werden kann. Aber auch nach diesem Datum wurden die Inhaftierten oftmals schlimmer und herzloser behandelt als ein Stück
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