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IN EINER FREIEN WELT
Wenn auch nicht alle Blütenträume reiften,
Und mancher Abhub unsern Weg verstellt,
Wenn uns auch Mißgunst, Haß und Dummheit streiften: Wir leben doch in einer freien Welt!
Wir, allen Qualen und dem Tod Geweihten,
Wir schritten lebend aus dem Höllentor.
Wir, von dem Druck, dem Mord, der Angst Befreiten, Wir stehn im Licht und sehn den Blütenflor.
Und wurden uns nicht Paradiesesfreuden, Und sind wir nicht vor Alltagsnot geschützt: Wir sind doch frei! Nun keine Zeit vergeuden, Den frohen Tag, den freien Tag benützt.
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Was, machtberauscht, uns hinter Drähte bannte
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Und heute feig und falsch von Freiheit harft; Das unbelehrbar Dumme und Verrannte
Es sei verfolgt von uns, gestellt, entlarvt!
Und was mit braven Biedermännertönen Sich tarnen will und schmeichelnd an uns klebt, Laẞt uns beim Namen nennen und verhöhnen. Dann lacht das Leben erst, das wir erstrebt.
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Die schöne Freiheit die wir mit erkämpften!-, Verdient sie täglich euch, zum Kampf bereit.
Der Freiheit Feinde schlagt, die wir nur dämpften. Nur wer um Freiheit ringt, der ist befreit!
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