Albert, wenn wa heute Dein jedenken, Nur een ernstet, aba kurzet Wocht. Unse Zunge wolln wa nich verrenken, Denn, det haste janich jern jemocht.
Albert, kiek, Du warst nich von die Sorte, Die jroẞ anjiebt, wennse wat passiert. Darum heite keene jroßen Worte,
( Wenn't uns ooch den Hals zusammenschniert).
Menschenskind, wir kenn det noch nich fassen: Wie im Strudel biste wegjetaucht.
Viel zu friehe haste uns verlassen, Und wa hätten Dir noch sehr jebraucht!
Hast im Kampfe Deinen Mann jestanden, Nie jewankt, jedeutelt und jedreht. Aba heite biste nich vorhanden, Jrade, wo et uff det Letzte jeht.
Mensch, man konnte mit Dir Pferde stehlen, Warst een Kämpfer, warst een Aktivist. Und den Roten Wedding wirste fehlen, Wo Du erster Mann jewesen bist.
Immer uffrecht hieltste Deinen Nacken,
Hieltst Dir stark fier unsere Idee.
Nun zum Schluß muß Dir de Seuche packen.
Lieber Albert, det tut bitter weh.
Sicher sei, det wir Dir einmal rächen!
Jetzt jenieß die viel ze friehe Ruh.
Und zum Abschied wolln wir Dir versprechen,
Det wir kämpfen werden, treu wie Du!
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