Und wenn diese Tage verronnen sind, dann wird, wer sie übersteht,
einsam und still ragen, ein Baum im Wind, der Welt ganz fremd sein, ein Waisenkind, an dem scheu vorüber man geht.—
Denn draußen wird keiner uns ganz verstehn,
erkennen wird niemand, warum
wir so ganz verändert die Welt ansehn, „ warum so andere Schritte wir gehn: unsre Seele wurd lahm und krumm.-
Die Tage haben uns„Gestern“ geraubt und die Tage nehmen das„Heut‘_
es war einmal, daß wir Andern geglaubt, daß wir Ehrfurcht hatten vor weißem Haupt und daß wir uns herzlich gefreut.—
Da werden wir sagen:„Die Welt ist dumm,
sie kann uns nicht mehr verstehn.“
Wir werden nicht fragen: wieso, warum?— werden allein sein und eben darum
tiefer in Einsamkeit gehn.-


