TREBLINKA
Treblinka liegt 5 Kilometer von Malkinia entfernt. Dort befanden sich große Gräben, die teilweise mit Brettern zugedeckt waren. Die unglücklichen Opfer stellte man auf den Brettern auf, beschoß sie und stieß sie teilweise noch lebend in die Gräben, wo sie mit Kalk beschüttet wurden. Die Körper der Sterbenden lagen auf den Leichen und umgekehrt.
Treblinka war für den Verkehr gesperrt und durfte nicht betreten werden. Etwa 5 Kilometer im Umkreis hielt die deutsche Gendarmerie und SS jeden an.
Der fürchterliche Geruch verbreitete sich in der ganzen Gegend. Einmal wurde ein polnischer Kraftfahrer verhaftet, der zu nahe herangefahren war. Nur durch ein Wunder ließ man ihn nach zweiwöchiger Haft frei.
Treblinka war der Vernichtungsort für das Warschauer Ghetto, wohin man die Tausende von Menschen brachte, die man aus dem langsam liquidierten Warschauer Ghetto herausholte.
Bei Massenaktionen kamen täglich in Treblinka vier bis fünf Züge mit etwa je 50 Waggons an, in denen je 100 bis 120 Menschen wie Heringe im Faß eingequetscht waren. Die Züge wurden auf ein Nebengleis geleitet, das zu einer riesigen Kiesgrube führte. Das Nebengleis hatte etwa 4-5 Kilometer Länge und die Kiesgrube mehrere Quadratkilometer Oberfläche und 10 Meter Tiefe; sie war im Tagbau abgebaut worden. Außerdem gab es dort noch Torfgruben, in die man die Leichen warf und dann dünn mit Kies durch Bagger zuschütten ließ. Infolgedessen drang der Leichengeruch durch und vergiftete ringsherum die Luft.
Der Befehlshaber, Chef des Sicherheitsdienstes für den Kreis Lublin , Leiter des Liquidationskommandos und somit Chef aller Mörder in Treblinka , war Globotznik.
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