Im Jahre 1940 begannen die jüdischen Häftlinge Panzerabwehrgräben auszuheben, die 12 Kilometer lang, 9Meter breit und 2,5Meter tief waren.
An einer Seite waren die Wände abgeschrägt und auf der anderen senkrecht. Diese Befestigungen erstreckten sich von Belzec bis nach Narol und Cieszanow und von dort nach Dzikow.
von Cieszanow bis Dzikow ist 12 Kilometer.
Belzec liegt 3 Kilometer von Tomaszow Lubelski entfernt, dicht an der früheren deutsch -russischen Grenzlinie. Ringsherum sind große Waldun- gen. Der Sammelplatz für die Abtransportierten war die Mühle in Belzec . Diejenigen, die sich schon lange in Belzec befanden, waren wegen des Mangels an hygienischen Vorkehrungen so verlaust, daß sie auf der Straße krabbelnde Spuren hinterließen. Die Häftlinge mußten sich ent- schließen, keine Hemden zu tragen.
Der Zeuge Jakob Gutman, geb. 12. 8. 1919 in Radom, wohnhaft in Radom, Pierwszego Maja 85, Häftling Nr. 25 759, war selbst beim Aus- heben der Gräben beschäftigt gewesen. Nach Fertigstellung dieser Gräben wurde Belzec zum Vernichtungsort aller Transporte der jüdischen Bevölkerung aus Ostpolen und den Wojewodschaften Lublin und Lemberg .
Die Züge fuhren mit den Transporten nur bis zum Städtchen Belzec . Die 4 Kilometer Weg bis zu den Gräben mußten die Opfer in Fünfer- reihen zu Fuß zurücklegen.
Als sich die Gräben mit Leichen füllten, brachte man die Transporte weiter nach Narol und Cieszanow. Der Oberbefehlshaber der Mörder in Belzec und Cieszanow war ein gewisser Major Dolt, der einer der Mitbegründer des Konzentrationslagers in Dachau gewesen wat.
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