Juden aus
der ganzen Provinz versammelt, infolge der Einkesselung konnte keiner fliehn. Alle Juden wurden gesammelt und bei einer besonders vorbereiteten Grube aufgestellt. Dann wurden sie gezwungen, hineinzusteigen und sich hinzulegen und als die Grube mit Menschen angefüllt war, wurde mit Maschinengewehren hineingeschossen. Auch in Odessa wurden auf allen Straßen Juden gehängt.
STATION KODMA
Am ersten Tag der Besetzung trieben die Deutschen alle Juden aus ihren Wohnungen auf die Straße und jagten sie alle zu Fuß hundert Kilometer ohne Nahrung weiter. Diejenigen, die nicht mehr konnten, wurden erschlagen. Am Ziele wurde die Hälfte umgebracht, die andere Hälfte zurückgejagt. Die Leichen der Erschlagenen lagen auf der Steppe. Sie blieben unbegraben liegen, den Hunden und Krähen zum Fraẞ.
In Rußland gab es keine Konzentrationslager. Die Leute wurden auf der Stelle getötet, kleine Kinder zerrissen. Wenn arische Frauen sich kleiner jüdischer Kinder annahmen, wurden auch diese Frauen erschlagen. Die Russen, die den Juden Essen gaben, wurden verprügelt. Besonders bemerkenswert sind die deutschen Grausamkeiten in Luck und Rowne.
Nach Rowne kamen deutsche Lastkraftwagen, um Steine zu laden. Aus der Menge holte man einen Greis von etwa 70 Jahren, der kaum noch gehen konnte, und befahl ihm, die schweren Steine auf den Wagen zu werfen. Als der Greis dies nicht ausführen konnte, weil er dazu zu schwach war, schlugen ihn die SS - Männer mit Gummiknüppeln, bis er zusammenbrach, worauf ein SS - Unteroffizier die Pistole zog, den Greis mit fünf Kopfschüssen in Gegenwart der ganzen Menge tötete und dann befahl, sofort eine Grube zu graben und zuzuschütten.
In Luck jagten die Deutschen zweihundert wehrlose junge Männer unter Bewachung zum Fluß, wo sie ihnen befahlen, sich auszuziehen und ins Wasser zu steigen. Das Wasser war mit Eis bedeckt. Die Deutschen sagten ihnen lachend, sie seien sehr schmutzig und müßten sich mal baden. Die Hälfte dieser Leute kam nicht mehr aus dem Wasser heraus und fand darin den Tod.
88


