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Märzstürme
Der Sturmwind gar wild durch das Lager braust;
es ächzen Baracken und Föhren
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He, Kumpel, der trüb Du ins Leben schaust,
ein neues Lied sollst Du heut hören:
Der März, der ist ein gar toller Gesell;
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er schickt uns unzählige Stürme voll Urkraft und laut wie mit Wolfsgebell so springen sie wild um die Türme.
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Sie fahren auch rings in den Stacheldraht und bringen ihn schaurig zum Tönen Manch einer sein Leben gelassen hat; verzweifelt erklang hier sein Stöhnen
Laẞt brausen die Stürme über uns hin; sie sprengen die eisigen Riegel,
sie künden den Lenz, erfrischen den Sinn, entreißen dem Winter die Zügel.
Sie bringen das Alte, Morsche zu Fall,
verwehen auch all uns're Sorgen-
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Von Gipfeln stürmend hernieder ins Tal, so sind sie die Künder des„ Morgen".
Sie künden die neue, bessere Zeit,
die stürmisch im Sturm wird geboren
Du aber, Kumpel, sei wach und bereit,
Du bist mit vom Schicksal erkoren.
Freu Dich des Sturmes, der heut Dich umbraust
und bleib Dir bewußt Deiner Stärke:
Nicht fern ist der Tag, da freudig Du baust
an der Zukunft heiligem Werke!
4. 3. 45


