Vom Strom der Zeit
Es gleicht die Zeit dem breiten Strome, der durch viele Länder rauscht, der dem Glockenklang der Dome
wie dem Lärm des Alltags lauscht;
der da trägt auf seinen Wogen manchen Schiffes schwere Last, der durch weite Brückenbogen
still dahinfließt ohne Hast;
der jedoch auch urgewaltig plötzlich spüren läßt die Kraft, daß die Ufer vielgestallig
kaum noch halten ihn in Haft.
Also rinnen auch die Fluten Zeitenstroms seit Urbeginn; stürm’sche Jahre folgen guten,
niemand weiß des Wechsels Sinn.
Und so wälzt seit Ewigkeiten sich durchs All der Zeitenstrom; Jahre sind nur Kleinigkeiten,
jeder Tag ist ein Atom.


