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Fritz Sattler: Was mich bewegte ... / Fritz Sattler
Entstehung
Seite
24
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Vom Strom der Zeit

Es gleicht die Zeit dem breiten Strome, der durch viele Länder rauscht, der dem Glockenklang der Dome

wie dem Lärm des Alltags lauscht;

der da trägt auf seinen Wogen manchen Schiffes schwere Last, der durch weite Brückenbogen

still dahinfließt ohne Hast;

der jedoch auch urgewaltig plötzlich spüren läßt die Kraft, daß die Ufer vielgestallig

kaum noch halten ihn in Haft.

Also rinnen auch die Fluten Zeitenstroms seit Urbeginn; stürmsche Jahre folgen guten,

niemand weiß des Wechsels Sinn.

Und so wälzt seit Ewigkeiten sich durchs All der Zeitenstrom; Jahre sind nur Kleinigkeiten,

jeder Tag ist ein Atom.