Ohne Bahn
Millionen Sterne ziehen ihre Bahnen durch das All; lausende von Sonnen glühen,
Monde wandeln, rund und prall.
Sternenwelt seit Ewigkeit.
Doch in diesen Riesenräumen, die kein Menschengeist erfaßt, manchmal so ein Stern will säumen,
einen andern packt die Hast.
Ganz aus ihrer Bahn geraten gehn sie auf einander los; einer kommt bestimmt zu Schaden
bei dem Sternzusammenstoß.
Und dann irren seine Trümmer ohne Ziel im Weltenraum; stärker glänzt des Siegers Schimmer,
freuen wird sein Sieg ihn kaum.
Denn im Schicksal dieses andern, in des Pralles Donnerklang, in dem„Ohne-Bahn-zu-wandern“
liegt sein eigner Untergang.


