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Nur vierzehn Tage : ein Tatsachenbericht / Walter Schumann
Entstehung
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Dieser Bericht liest sich wie ein spannender Kriminalroman. Ein Roman, der den Vorzug hat, wahr zu sein.

Der Verfasser gerät in die Mühle der Gestapo , weil er sich weigert, einen Arbeitskameraden zu ver­raten, der des Hörens verbotener Rundfunksendungen verdächtigt wird. Unglücklicherweise findet man bei seiner Festnahme politi­sche Aufschriebe, die er als ge­mütstiefer Mensch gemacht hat.

Von der Stunde der Verhaftung bis zu seiner Entlassung erlebt der Leser alle Eindrücke, Emp­findungen und Gedanken mit, die während der vierzehn Tage im Gebäude der Gestapo und im ehe­maligen Stuttgarter Polizeigefäng­nis, der sogenannten Büchsen­schmiere, auf den Gefangenen eindrangen. In psychologisch aus­gezeichneter Weise sind die Mit­gefangenen, teils kriminelle, teils politische Häftlinge geschildert.

Der Verfasser hat diesen Bericht trotz strengen Verbotes sofort nach seiner Freilassung im Herbst 1943 heimlich niedergeschrieben. Das und die hohe Menschlich­keit, die aus dem Buche spricht, geben ihm seinen besonderen Wert.

ESSEN

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