gab. Die Menschen in der Schweiz konnten sich gar nicht so recht denken, wie das wäre. Es war aufregend für sie, daß jemand aus Stein nach Deutschland ging. Manchen Leuten tat es leid. Sie mochten Mutter und die Kinder gern. Silvias Freundin Ella war sehr traurig. Sie konnten jetzt nicht mehr zusammen sein. Sie wollten sich Briefe schreiben. Aber das ist doch nicht dasselbe.
Und jetzt fuhren sie ab. Sie sahen noch einmal die hohen Berge an. Und die braunen Bauernhäuser. Und die grünen Wiesen mit den Kühen darauf. Und den tiefen Tobel, in den sie schwimmen gegangen waren. Und die Wälder, in denen sie Pilze und Beeren gesucht hatten. Und das ,, Meierisli", in dem sie gewohnt hatten. Das sollten. sie jetzt alles nicht mehr sehen.
Sie fuhren und fuhren. Zuletzt kamen sie in ein Dorf. Quer über die Straße war eine Stange heruntergelassen. Das war die Schweizer Grenze. Die Stange wurde hochgehoben, sie fuhren hindurch. Und dann hielt das Auto. Vater stand auf der Straße. Sie liefen auf ihn zu und freuten sich, daß sie wieder mit ihm zusammen waren. Sie waren in Deutschland .
Man konnte es sich gar nicht recht vorstellen, daß man in Deutschland war. An der Grenze sah es genau so aus wie in der Schweiz . Man konnte sich gar nicht vorstellen, daß man in der Heimat war. Doris und Silvia waren noch ganz klein ge
218


