ganz prächtig aus. So schön hatten sie den ersten August noch nicht gefeiert.
Einmal gab es noch etwas ganz Wunderbares. Vater weckte die Kinder, die mitmachen wollten, mitten in der Nacht. Es war ganz dunkel. Nur die Sterne standen am Himmel. Und der Mond leuchtete. Die Kinder zogen sich an und gingen mit Vater fort. Wie wunderschön sehen die Wiesen und die Wälder nachts beim Mondenschein aus!
Sie gingen auf einen Berg. Wie sie unterwegs waren, wurde es ganz langsam hell. Es wurde Morgen. Manchmal hörten sie einen Vogel singen. Und immer mehr Vögel. Die Singvogel schlafen in der Nacht. Sie werden am Morgen wach und fangen an zu singen. Es ist wunderschön zu hören, wenn ein Vogel nach dem anderen wach wird und singt.
Oben auf dem Berg blieben sie stehen. Sie sahen zum Himmel hin. Der wurde an einer Stelle immer heller und heller. Er sah wie gelbes und rotes Gold aus. O, so herrlich war das. Und auf einmal blinkte etwas ganz leuchtend rot am Himmelsrand. Und wurde schnell größer. Und war eine große, rote Scheibe, so hell, daß man nicht mehr hineinsehen konnte. Das war die Sonne. Die Kinder hatten den Sonnenaufgang gesehen. Auf einmal war alles um sie herum wie vergoldet, weil die Sonne schien. Sie mochten gar nicht weggehen, weil alles so schön war. Aber dann merkten sie, daß sie Hunger hat
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