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Drei Kinder kommen durch die Welt / Walter Pollatschek
Entstehung
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auch Geld dafür bezahlen. Das ist die Pacht. Man, hat den Garten gepachtet. Pachten und mieten ist das gleiche. Aber bei der Wohnung sagt man mie­ten" und beim Garten pachten".

In ihrem Pachtgarten pflanzten Mutter und Va­ter Kartoffeln und Gemüse. Auch die Kinder hal­fen mit beim Pflanzen und Begießen und Um­graben und Jäten. Jäten ist, wenn man das Un­kraut herausreißt. Es wächst immer Unkraut im Garten. Da muß man jäten, sonst können die Kar­toffeln und das Gemüse nicht richtig wachsen. Die Kinder halfen im Garten, aber das meiste mußten die Eltern tun. Es war eine schwere Arbeit. Aber sie hatten nun Kartoffeln und Gemüse und brauch­ten es nicht zu kaufen.

Im Sommer und im Herbst gingen die Kinder mit den Eltern oft in den Wald und suchten Beer ren und Pilze. Meistens ging Vater allein. Die Kin­der waren in der Schule. Mutter mußte kochen und putzen: Vater ging morgens früh fort mit einem Rucksack. Und wenn er nach Hause kam, hatte er den Rucksack voll von Beeren oder von Pilzen.

Es gibt viele Beeren im Wald, die man essen kann. Heidelbeeren. Die kennt ihr. Und Himbeeren und Brombeeren und Walderdbeeren. Die kennt ihr auch. Kennt ihr auch roten Holunder? Der wächst auch im Wald an Sträuchern, und er sieht schön aus mit seinen roten Träubchen. Und die Berberitzen sehen auch schön aus. Das sind rote

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