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Drei Kinder kommen durch die Welt / Walter Pollatschek
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den Winter gesehen hatte. Jetzt staunte sie über die Märchenbilder aus Eisblumen, die der Winter an die Fensterscheiben malte. Sie staunte über die langen Eiszapfen an den Häusern und über den tiefen, weißen Schnee und die Schneemänner und die großen Schneehäuser, die die Schweizer Kin­der so gut bauen können, daß man am liebsten darin wohnen möchte. Zum ersten Male in ihrem Leben saß Silvia auf einem Schlitten und rodelte. Aber sie lernte es sehr schnell und hatte viel Spaß daran. Später lernte sie auch Skilaufen. Das war aber viel später, nicht im ersten Winter. Silvia war da schon größer. Auch Doris lernte Skilaufen. Und auch Konstanze. Sie war noch' klein, als sie es lernte, aber natürlich schon viel größer als in ihrem ersten Jahr. Mutter lernte auch Skilaufen. Vater konnte es schon. Aber Mutter lernte es zu­sammen mit Doris und Silvia und Konstanze. Und dann sausten sie alle zusammen den Berg hinunter und stiegen alle zusammen wieder hinauf, und manchmal fielen sie auch alle zusammen hin. Das ist nicht schlimm, wenn man beim Skilaufen hin­fällt. Man tut sich meistens gar nicht weh dabei, weil der Schnee so weich ist.

Weil es in der Schweiz so viel Schnee gibt, kann man von den Bauernhäusern nur sehr schlecht zum Dorfplatz hinuntersteigen. Mit Skiern geht es viel besser. Darum laufen auch die meisten Kinder Ski. Und wenn im Winter Schule ist, dann stehen

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