und Silvia bekamen nicht viel davon zu sehen. Sie waren früh am Morgen in Marseille abgefahren. Jetzt war es schon Abend. Die lange Reise hatte sie müde gemacht, und als sie nun in ein Hotel gingen, da legten sie sich gleich ins Bett und schliefen ein. Und am nächsten Morgen gingen sie bald wieder zum Bahnhof. Sie stiegen wieder in einen Zug ein und fuhren ab.
Ich sagte euch, daß in der Schweiz hohe Berge sind. Aber nicht überall in der Schweiz ist das so. Wo sie jetzt fuhren, da sah man nur manch- mal die Alpen in der Ferne liegen, aber in der Nähe waren die Berge nicht hoch. Viele Wiesen sahen sie. Auf denen weideten Kühe. Und es gab viele Apfel- und Birnbäume. Besonders fiel den Kindern auf, wie viele Flüsse und Bäche sie zu sehen bekamen. Silvia sagte:„Guck mal, da ist schon wieder ein Meer!“ Sie meinte die Flüsse damit. Auf der Insel Mallorca gab es keine Flüsse und keine Bäche, und in Saint Aygulf auch nicht. Aber das Meer kannte sie gut. Das hatte sie jahre- lang jeden Tag gesehen, darum sagte sie„Meer“ zu den Flüssen.
In den Wäldern wuchsen hohe Bäume, die Sil- via nicht kannte. Es waren Tannen und Fichten. Die gab es im Süden nicht.„Die haben aber viele Pinienzapfen!“ meinte sie. Doch es waren natür- lich Tannenzapfen und keine Pinienzapfen.
Auch die Häuser sahen anders aus als im Süden.
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