Silvia wohnten, lag nicht am Meere. Wenn es stür- misch war, konnte man das Meer wohl hören, aber man konnte es nicht sehen. Wollte man zum Meere, so mußte man eine Straße hinuntergehen. Dann kam man zuerst zur Landstraße. Auf der fuhren immer viele Autos und Autobusse. Denn die Küste, an der Saint Aygulf liegt, ist sehr berühmt, und es kommen viele Fremde dort hin, um sie sich anzusehen. Sie heißt Cote d’Azur . Das bedeutet „Blaue Küste“. Die Küste ist natürlich nicht blau, aber das Meer ist blau. Es ist das Mittelländische Meer. Das wißt ihr schon.
Wenn Doris und Silvia quer über die Landstraße und noch ein Stück weiter gingen, dann kamen sie an das Meer. Da waren lauter Felsen, auf denen konnte man am Meere entlangklettern. Wo die Felsen flach waren, da sahen sie viele kleine Tiere, die wegrannten, wenn sie kamen. Was meint ihr, was das war? Es waren Taschenkrebse. Die saßen auf den Steinen, und wenn jemand kam, dann liefen sie davon und versteckten sich im Meere. Sie liefen nicht mit dem Kopf voran wie andere Tiere, sie liefen seitwärts. Andere Tiere können das nicht. Aber die Taschenkrebse können es, und sie laufen dabei blitzschnell.
Man konnte auch einen anderen Weg zum Meere gehen. Dann kam man an den Strand. Da konnte man im Sommer baden, man konnte Sandburgen bauen, Muscheln sammeln und auch Bilder aus
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