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Drei Kinder kommen durch die Welt / Walter Pollatschek
Entstehung
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nicht noch mehr Schmerzen bereiten sollte. Der Weg war weit, der Hund war schwer, und dem Vater taten die Arme weh. Aber er wollte dem guten Strolch helfen.

Im Dorf stand ein Auto. Es gehörte einer ameri­kanischen Dame. Sie sagte zum Vater, er solle mit dem verletzten Hund einsteigen. Sie wollte mit ihm zum Tierarzt fahren. Der Tierarzt wohnte in einer Stadt in der Nähe. Zu Fuß hätte man nicht hingehen können, und der Autobus fuhr erst am nächsten Tage.

Der Tierarzt untersuchte das arme Tier. Es heulte vor Schmerzen dabei. Ja, das Auto hatte es zweimal überfahren, einmal über das Rückgrat und einmal über das eine Hinterbein. Aber es war kein Knochen gebrochen. Vielleicht war der Hund innerlich verletzt worden. Das konnte man noch nicht wissen. Der Tierarzt meinte aber, der Vater sollte Strolch töten lassen. Wenn er innerliche Verletzungen hätte, müßte er doch sterben. Und wenn nicht, dann würde er doch niemals wieder richtig gesund werden. Aber der Vater wollte Strolch nicht töten lassen. Er wollte sehen, ob das arme Tier nicht doch genesen würde. Der Tier­arzt zuckte die Achseln. Der Vater sollte am näch­sten Tag mit dem Hund nach Capdepera kommen. Dort habe der Tierarzt zu tun. Er wollte dann sehen, ob der Hund innerliche Verletzungen hätte. Vorläufig konnte man gar nichts tun.

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