Während Doris und Silvia die zweite Nacht auf dem Schiffe schliefen, blieb der Dampfer nicht stehen. Er fuhr weiter. Natürlich fuhr er nicht von allein. Es mußten Matrosen und Offiziere dafür sorgen, daß die Maschinen arbeiteten und das Schiff den richtigen Weg fuhr. Darum mußte es so viele Offiziere und Matrosen auf dem Schiffe geben. Sie konnten natürlich nicht immer arbeiten. Sie mußten sich abwechseln. Viele mußten nachts arbeiten und tagsüber schlafen.
Als Doris und Silvia beim Erwachen am nächsten Morgen durch die Bullaugen sahen, erblickten sie da, wo das Meer und der Himmel zusammenkommen, etwas, das wie schwache Wolken aussah. Das Schiff fuhr näher, sie sahen, daß es keine Wolken waren. Es waren Berge. Es war die Insel Mallorca .
, Schnell, schnell", riefen die Kinder.„ Wir müssen aufstehen! Wir müssen uns eilen! Wir sind ja schon da!" Die Eltern beruhigten sie: sie hätten noch sehr lange Zeit. Aber sie standen dann doch gleich auf.
Als sie an Deck kamen, sahen sie, daß das Schiff jetzt an der Küste der Insel entlangfuhr. Es war eine sehr hohe Küste. Mächtige Felsen standen überall fast senkrecht am Meere. Das Meer schäumte hoch an ihnen empor. Es sah aus, als hätte es einen schneeweißen Saum, wo es ans Ufer kam. Weil das Meer so mächtig gegen die Küste
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