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Drei Kinder kommen durch die Welt / Walter Pollatschek
Entstehung
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der Rhöne entlang, so wie sie am Tage vorher am Rhein entlanggefahren waren. Es war ganz ähnlich. Beide Flüsse waren ungefähr gleich breit. Sie hatten beide grünliches Wasser. Der Rhein und die Rhöne kommen nämlich beide aus der Schweiz . Sie sind zuerst ganz nahe beieinander. Aber dann fließt der Rhein nach Norden, die Rhöne nach Süden, und jeder Fluß fließt in ein anderes Meer. Jedoch die Quellen sind beinahe Nachbarn. Beide Flüsse bekommen viel Wasser von Gletschern. Das sind mächtige Ansammlungen von Eis auf den hohen Bergen. Wenn das Eis schmilzt, gibt es ein trübes, grünliches Wasser. Davon haben der Rhein und die Rhöne ihre Farbe.

Aber es gibt doch große Unterschiede. Auf der Rhöne sind nicht soviele Schiffe. Das Tal ist auch breiter, und die Berge sind nicht ganz so hoch. Die Ufer des Rheines sind Steinmauern, die die Menschen gebaut haben, die Rhöne aber fließt zwischen Ufern, die sie selbst gemacht hat. Auch sehen die Orte am Rhein und an der Rhöne ver- schieden aus die Häuser sind anders gebaut. Und die Menschen sprechen verschiedene Sprachen.

Auf einer Station stieg eine Frau mit einem kleinen Jungen ein. Doris freute sich. Sie war so lange Zeit nur mit großen Leuten zusammen gewesen. Sie sprach das Kind an. Aber es verstand nicht. Es sprach nur französisch. Da wurde Dbris still und traurig. Sie wußte ja, daß in Frankreich

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