haben, bemerken sie die Unterschiede nicht. Und sie bemerken auch nicht, wie schön Schlangen sind.
Das Schlänglein, das im Luch gefangen worden war, war eine ganz junge Ringelnatter. Sie war grau und hatte zwei hübsche gelbe Flecken an der Kehle.
Aber warum ging man denn überhaupt auf Tierfang aus? Warum ließ man die Tiere nicht in der Freiheit? Nun, die Eltern wollten, daß die Kinder das Leben der Natur recht kennenlernen sollten. Im Terrarium bekommt man aber vieles zu sehen, was man in der freien Natur nie erblickt. Und weil das Terrarium so groß und so gemacht war, daß die Tiere alles fanden, was sie in der freien Natur hatten, darum kamen sie sich nicht wie. Gefangene vor, und es war keine Quälerei, sie zu jagen.
Im Luch floß auch ein Wässerchen, darin wimmelte es im Frühling von Kaulquappen. Die kennt ihr sicher. Sie sehen aus wie dicke schwarze Köpfe mit Schwänzchen daran, und es sind die Jungen der Frösche. Der Vater fing viele von ihnen mit einem Netz. Sie kamen in den kleinen Teich im Terrarium, und die Kinder konnten gut beobachten, wie die komischen Tiere zuerst Beine bekamen, dann noch zwei, wie der Körper sich immer mehr ausbildete und der Schwanz kleiner wurde. Und schließlich hüpften winzige Frösche
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