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Drei Kinder kommen durch die Welt / Walter Pollatschek
Entstehung
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Es war schön, so viel Neues zu sehen. Sie leb­ten mit ihren Eltern im Hause der Großeltern. Auch ein Onkel und zwei Tanten waren da, und andere Onkel und Tanten kamen oft zu Besuch.

Außerdem und das war noch schöner

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wohn­

ten im gleichen Hause auch zwei Vettern und eine Kusine: Klaus, Paul und Eva. Klaus und Eva waren etwas jünger als Doris, Paul war etwas jünger als Silvia. Sie konnten gut zusammen spielen.

Nicht weit von dem Hause war ein Bahnhof, ähnlich wie ein Schwebebahnhof in Wuppertal . Aber man ging zu dem Bahnsteig nicht eine Treppe hinauf, sondern man stieg eine Treppe hinunter. Es war die Untergrundbahn. Auch in Berlin ist auf den Straßen zu wenig Platz für die Bahnen. Darum hat man die Bahn in die Erde hineingebaut. Die Bahnhöfe sind unter dem Erd­boden. Die Züge fahren immer durch dunkle Tun­nels unter den Straßen her. Sie fahren sogar un­ter einem Flusse her, der heißt Spree . Man kann das natürlich nicht sehen, weil man durch den dunklen Tunnel fährt. Aber es ist doch komisch, sich vorzustellen, daß oben über einem die Stra­Benbahnen fahren und die Autos und manchmal sogar die Schiffe.

Doris und Silvia sind auch mit der Untergrund­bahn gefahren. Zum Beispiel bis zu einem großen Platz, der heißt Potsdamer Platz . Da wimmelt es

2*

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