lionen für Hitler und knapp zwei Millionen für euch! Mit euch ist es jetzt aus. Ihr habt nichts mehr zu bestellen!"
Lenzer ist total betrunken; er lehnt sich an den Türpfosten und lallt:„ Aber... ihr werdet... werdet... nun nicht mehr... mehr geschlagen... nicht mehr geschlagen!"
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,, Man hat Fuhlsbüttel die SS - Hölle genannt!" beginnt jetzt Meisel, der vollkommen nüchtern ist. Was gewesen ist, soll ein Kinderspiel sein gegen das, was für die kommen wird, die nun noch, nach dieser Wahl, die alte Wühlarbeit fortsetzen!" Torsten schweigt. Er betrachtet die drei ungleichen SS - Männer. Harms weiß auch jetzt, angetrunken, Haltung zu bewahren. Er ist von gepflegtem Äußeren; hat blendendweiße Zähne und einen zarten Teint. Meisel, der kleinste von den dreien, sieht in seiner sauberen, schwarzblauen Uniform, seiner weißen Wäsche und rotleuchtenden Krawatte am herausgeputztesten aus. Dagegen wirkt Lenzer proletarisch. Seine Uniform ist stellenweise stark verblichen; der Kragen seines farbigen Hemdes hat einen dunklen Schweißrand, und sein Gesicht ist grob, plump und
unrein.
,, Da bleibt... dir die Spucke weg, was Torsten?" fängt Lenzer von neuem an. Die beiden anderen drängen ihn zur Tür hinaus.
Torsten hört, wie sie in die gegenüberliegende Zelle gehen und auch dort dem Gefangenen das Resultat mitteilen, auch dort gegen die, die nun noch eingeliefert würden, wüste Drohungen ausstoßen.
Später kommt Lenzer noch einmal allein zu Torsten in die Zelle. Sein Rausch ist etwas verflogen.
,, Sie werden jetzt nicht mehr schlecht behandelt, Torsten. Alle sind der Auffassung, daß die alten Häftlinge nicht mehr miẞ
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