schaft eingeführt, dann könnte man von einer Herrschaft der Arbeiter sprechen. Aber es war unsinnig, dergleichen jemals zu erwarten. Adolf Hitler und die NSDAP sind mit der Großindustrie und dem Finanzkapital verbündet. Da ist es doch selbstverständlich, daß die besitzende Klasse unangetastet bleibt. Und die Arbeiterschaft? In Wahrheit beraubt Hitler sie der paar Rechte, die vom achtzehner Jahr übriggeblieben sind." Der Heildiener lacht: Hoho! Herr Agitator! Vorbeigeschossen. Am Sonntag wird das deutsche Volk wählen, ob es von Adolf Hitler oder von einem andern regiert werden will. Sonntag ist Volksabstimmung. Wo, sagen Sie mir, gibt es in der Welt eine Regierung, die es wagen könnte, so wie Adolf Hitler an das Volk zu appellieren? Etwa in der Sowjetunion ? Etwa in Österreich ? Hitler kann es riskieren, denn er weiß, daß das Volk in seiner überwältigenden Mehrheit seiner Politik zustimmt."
Torsten ist in der Tat überrascht. Volksabstimmung ist am Sonntag?
,, Hitler wollte sich doch erst in vier Jahren an das Volk wenden?"
,, Ursprünglich ja, aber er läßt es schon im ersten Jahr entscheiden!"
,, Das scheint mir aber kein Ausdruck der Stärke, sondern vielmehr ein Symptom seiner Schwäche zu sein. Sicher ein großangelegtes Manöver, um die Massen von unangenehmen Problemen abzulenken. Ich kann es natürlich von hier aus nicht übersehen."
,, Natürlich, hab' ich ja gewußt, daß Sie hinter jeder Maßnahme der Regierung eine Schurkerei vermuten. Hier trennen sich eben unsere Auffassungen. Ich habe unbegrenztes Vertrauen zu Adolf Hitler . Der Mann wird auch weiter das Richtige tun!"
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