zu, dann hast du sechs Mark Vorschuẞ!" ,, Ist ja großartig!"
Wütend poltert Wachtmeister Zirbes die Kellertreppen hinunter. Nun werden schon Dunkelhäftlinge zum Heildiener gemeldet. Was fällt dem Lenzer ein. Wenn man das einreißen läßt, gehn die alle Tage' ne halbe Stunde zum Heildiener spazieren. Der Schlüssel rasselt an Torstens Zelle.
,, Sie haben sich zum Heildiener gemeldet?" ,, Jawohl, Herr Wachtmeister!"
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Was haben Sie?"
,, Ich bin magenleidend und kann das Schwarzbrot nicht vertragen!"
,, Das wollen wir nicht einführen, alle Tage zum Heildiener und so..."
Torsten hat eine Erwiderung auf den Lippen, aber er schweigt. Es ist besser, er schweigt. Zirbes scheint zu überlegen.
,, Also los! Kommen Sie!"
Torsten steht im gelben Lampenlicht des Kellerkorridors. Es ist ein kahler, langer, kalter Korridor. Tür neben Tür. Und hinter jeder Tür hockt im Finstern ein Genosse. Jetzt liegen sie alle da und lauschen. Sie werden denken, daß er aus der Dunkelhaft genommen wird. Das werden sie denken, weil sie es selber täglich, stündlich erhoffen.
Zirbes geht die Kellertreppe vorauf; Torsten folgt ihm. Der Korridor der Station A 1 hat hohe längliche Fenster zum Gefängnishof, und es ist taghell. Torsten muß die Augen zusammenkneifen, da sie die plötzliche Helle nicht ertragen. Auf dem Korridor, vor den Zellentüren, stehen mit dem Gesicht zur Tür bereits einige Gefangene. Zirbes schreit: ,, Mit drei Metern Abstand aufschließen!"
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