WO SEINE ZEUGEN STERBEN IST SEIN REICH
Die Fessel löst sich nicht, Ich muß ertragen. Doch steh’ ich nicht im irdischen Streite mehr. Ein andrer König rief mich in Sein Heer
Und gab mir Macht, der Erde zu entsagen.
Ich seh’ Sein Reich in heiliger Ferne tagen
Und bin Sein Herold ohne Schutz und Wehr.
Schwer drückt die Schmach, und das Gebet drückt schwer
Um deren Frieden, die mir Wunden schlagen.
Doch bin ich's kaum mehr, den die Pfeile brennen, Und den das Seil umschnürt. Ein andrer beugt Sich in mir schützend unterm Todesstreich.
Mit allen Wunden will ich Ihn bekennen, Des Leidens stummes Bild, das Ihn bezeugt. Wo Seine Zeugen sterben, ist Sein Reich.


