Pastor Stellbrink, der als letzter das Schafott besteigen mußte, ließ mich bitten, zu ihm zu kommen. Wir hatten uns oft begrüßt, besonders als er die letzten Wochen vor seinem Tode mit Kaplan Lange in einer Zelle zusammen war. Seine Bewunderung war immer groß, wenn er sich über die tiefe Religiösität in der Katholischen Kirche und über die Einheit des kirchlichen Lebens äußerte. Er war immer ergriffen, wenn er sah, daß die Lübecker Katholiken so unerschütterlich zu ihren Seelsorgern hielten, auch in den Tagen und Wochen, als ihre Seelsorger so verächtlich gemacht wurden. Er verabschiedete sich von mir mit den Worten: ,, Herr Pfarrer, haben Sie Dank für alles Gute, das Sie mir erwiesen haben. Ich weiß, wie mächtig und gewaltig das Gebet eines katholischen Priesters ist, und darum bitte ich Sie herzlichst, beten Sie für meine Frau und meine Kinder. Beten Sie auch für meine Frau, daß sie nicht zusammenbricht unter der Heimsuchung, die über sie gekommen ist, beten Sie doch vor allem, daß meine Frau und meine Kinder so leben, daß wir uns wiedersehen in der Anschauung Gottes, in die ich nun hoffe einzugehen."
Christliche Zuhörer!
Was würden Eure Seelsorger Euch wohl aus der Ewigkeit her sagen, Eure Seelsorger, die Euch liebten, Eure Seelsorger, die bis zu ihrem Tode Euch die Treue gehalten haben und diese Treue mit dem Tode besiegelten?
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Ich bin t Es ist vi kommen,
Hand an,
wir wisse Sinne Ch letzten A Ewigkeit
und aller Ewigkeit.
8 Schäfer


