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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Heimat

Gedächtnis- Predigt

des Gefängnispfarrers, Prälat B. Behnen

am 16. April 1946

in der Herz- Jesu- Kirche zu Lübeck .

Christliche Zuhörer!

Für diese Gedächnispredigt laßt uns zuvor an­rufen die Hilfe Gottes!

,, Tote sind wir geworden, doch seht, lebendig sind wir in alle Ewigkeit!" cf. Offenb. I. 18. Das sagen uns die teuren Toten, deren wir in dieser weihe­vollen Stunde gedenken. Nie zuvor habe ich mehr die Wucht der Wahrheit dieser göttlichen Worte empfunden, als unter dem Eindruck unseres Zu­sammenseins hier; denn ich stehe hier an der­selben Stelle, von welcher aus Eure verstorbenen Seelsorger mit jugendfrischem und seelsorge­rischem Eifer, mit inniger Liebe und Treue so oft zu Euch gesprochen haben. Kommt es uns in der Erinnerung an ihre Worte und Taten in diesem Gotteshause nicht so vor, als wenn sie wieder lebten und mit uns hier vereinigt wären!

Christliche Zuhörer! Das Lied, das Ihr soeben ge­sungen habt: ,, Beim letzten Abendmahle, die Nacht vor seinem Tod" erklang in den ver­schiedenartigsten Weisen in unseren Herzen, als Eure Seelsorger unmittelbar vor ihrem Gange zum Schafott und zum Sterben von mir die heiligen Sakramente empfingen. Daraus könnt Ihr er­sehen, wie uns zu Mute war.

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