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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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deutsche Volk verlor in ihm einen seiner besten Söhne, einen wirklichen und wahrhaftigen Helden. im edelsten und tiefsten Sinne dieses Wortes, seine Familie einen vorbildlichen Familienvater und ich selber, das darf ich wohl mit Recht sagen, einen sehr lieben Freund.

Wenn seine Gattin mir schrieb: ,, Sie sind viel­leicht der einzige der Amtsbrüder, der meinen Mann in seinem Wollen und Streben ganz verstand. Weil mein Mann das wußte, darum gerade ließ er Sie in sein Inneres schauen. Ich werde unsere schönen, gemütlichen Zusammenkünfte, da es sich so deutlich zeigte, wie wir eines Sinnes waren, nicht vergessen."- so bin ich besonders dankbar, daß ich Karl Friedrich Stellbrinks durch diese Zeilen in Treue, Ehrfurcht und Dankbarkeit ge­denken darf. Trotz zahlloser Verhöre hat er in seiner grenzenlosen Treue den Freund nicht ver­raten und ist den Weg zum Schafott allein ge­gangen.

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Zusammen mit Gattin und Kindern beklage ich seinen frühen und überaus tragischen Tod. Alle, die ihn wirklich kannten, liebten ihn in seiner großen Wahrhaftigkeit und Treue und werden ihn nie vergessen.

Propst i. R. Stoldt.

,, Wenn das Weizenkorn

nicht in die Erde fällt und stirbt,

bleibt es allein,

wenn es aber stirbt,

so bringt es viele Frucht." Joh. 12, 24.

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