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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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liebenswürdig nach dem Munde reden und weder nach oben noch nach unten auffallen wollen. Er war ein ausgesprochener Wahrheitsfanatiker, der es liebte, möglichst den Nagel auf den Kopf zu treffen und geradeheraus zu sagen, was er meint. Er war ein praktischer Mann, der überall hinpaßte und sich in alles hineinfinden konnte, nur nicht in das Dritte Reich . Deswegen mußten auch seine anfänglichen Versuche, sich. diesem Reiche anzupassen oder es gar zu unterstützen und zu fördern, kläglich scheitern. Er hatte, wie so viele andere deutschbewußte und nationale Männer, wohl von der Persönlichkeit Hitlers für das Herauskommen aus der Arbeitslosen­misere und für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands etwas erhofft, hat aber bald erkannt, daß der Führer ein Verführer und sein Weg nicht aufwärts, sondern in den Abgrund führte. Und so konnte es gar nicht anders sein, es mußte einmal Zeit und Stunde kommen, in der die Agenten der Gestapo begannen, sich für ihn zu interessieren. Oft saßen wir gemeinsam am Rundfunk und hörten den verschiedensten Auslandssendern zu, um deren Nachrichten mit den unsrigen zu vergleichen und uns ein einigermaßen wahrheitsgetreues Bild von der Kriegslage zu verschaffen. Diese für jeden Kulturmenschen des 20. Jahrhunderts auch in den kriegführenden Ländern ganz selbstverständliche Freiheit war im Dritten Reich bekanntlich ein todeswürdiges Verbrechen. Schon im Jahre 1939 war es Pastor Stellbrink klar, daß der Krieg nicht nur nicht gewonnen werden könnte, sondern daß

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