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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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waltete, um dann zum 1. Juni 1934 an die Luther­kirche nach Lübeck berufen zu werden. Am 7. April 1942 wurde er von der Gestapo ver­haftet und bis zum 23. Juni 1943 in Lübeck - Lauer­hof, mit Unterbrechung von 4 Wochen in Hamburg­Fuhlsbüttel, in Untersuchungshaft gehalten und dann vom zweiten Senat des Volksgerichtshofes wegen angeblicher ,, Vorbereitung zum Hochverrat" und Rundfunkverbrechens"( Abhören auslän­discher Sender) mit drei Kaplänen der katholischen Kirche gemeinsam zum Tode verurteilt. Nach monatelanger Haftzeit im Untersuchungsgefängnis in Hamburg - Holstenglacis und nach Ablehnung mehrerer Gnadengesuche wurden alle vier am 10. November 1943 durch das Fallbeil hingerichtet. Es gibt Menschen, in deren Leben Träume, Ahnungen und Visionen eine eigenartige Rolle spielen. Zu diesen Menschen gehörte Karl Friedrich Stellbrink . Kurz vor der Ankunft in der deutschen Heimat auf der Rückkehr von Brasilien , als seine Frau mit vielen anderen Passagieren an der Reling des Schiffes stand, um das Heimatland zu begrüßen, saß er in der Kajüte auf seinem Gepäck und ant­wortete auf die erstaunte Frage seiner Frau, warum er so traurig aussähe: ,, Was haben wir getan, daß wir zurückgegangen sind nach Deutschland ! Ich sehe ganz, ganz düster in die Zukunft!"- Ein anderes Mal erzählte er morgens beim Erwachen seinen schweren Traum: Er sterbe eines unnatür­lichen Todes. Seine Frau erinnerte ihn daran, daß er 120 Jahre alt werden wolle, wie er oftmals im

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