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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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KARL FRIEDRICH STELLBRINK

Unter den vier Lübecker Geistlichen, die ihre Treue mit dem Tode besiegelt haben, befand sich ein evangelischer Pfarrer: Karl Friedrich Stell­ brink . Er war zusammen mit den katholischen Kaplänen angeklagt, teilte eine Zeitlang mit einem von ihnen( H. Lange) die Gefängniszelle und wurde zusammen mit ihnen hingerichtet. Ist diese Tatsache des gemeinsamen Leidens und des ge­meinsamen Sterbens nicht ein bedeutender Bei­trag zur Überwindung der konfessionellen Fremd­heit?

Der evangelische Propst Stoldt, ein Freund des Blutzeugen, widmet ihm folgenden Nachruf: Der Pastor Karl Friedrich Stellbrink , der zusammen mit drei katholischen Geistlichen am 10. Nov., also am Geburtstage Martin Luthers , von den Schergen des Nationalsozialismus hingerichtet wurde, ent­stammte dem westfälischen Land und wurde in Münster am 28. Okt. 1894 als zweites Kind des Oberzollsekretärs Karl Stellbrink und seiner Gattin Helene, geborene Kirchhoff, geboren. Nach Absol­vierung des humanistischen Gymnasiums zu Det­ mold in Lippe , wo die Eltern ein eigenes Haus mit Garten hatten, trat er Ostern 1913 in das Landes­kirchliche Diasporaseminar ein.

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