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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
Entstehung
Seite
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Die letzten Zeilen von dieser Erde galten seiner leiblichen Schwester, die als Ordensfrau vom armen Kinde Jesu in Holland lebte. Der ihr zu­gedachte Rosenkranz , den der Blutzeuge bis un­mittelbar vor dem Schafott in seinen gefesselten Händen gehalten hatte, ist leider auf dem Post­wege verlorengegangen. Aber die Schwester braucht ihn nicht mehr, denn sie ist im Juli 1945 ihrem Priesterbruder in die Ewigkeit gefolgt.

Hamburg , den 10. Nov. 1943

Meine liebe, liebe Lisbeth! Jetzt ist es soweit! In wenigen Stunden habe ich meinen Lebensweg vollendet. Der Herr über Leben und Tod, Christus, mein König, holt mich heim zu sich. Die letzten Zeilen von dieser Erde sollst Du haben. Was soll ich Dir noch sagen, da ich in wenigen Stunden vor Seinem Richterstuhl erschei­nen muẞ!?

Vergiß mich nicht in Deinem Gebet; denn auch für alle mir einst Anvertrauten muß ich Rechen­schaft ablegen. Noch einmal, zum letzten Mal, grüße ich Dich aus innerstem Priesterherzen. Grüße auch alle Deine lieben Mitschwestern. Eben­so bitte ich Dich, alle lieben Geschwister und Ver­wandten in meinem Namen zu grüßen, und schreibe allen, daß es mein innigster Wunsch ist, daß wir uns alle im Himmel wiedersehen.

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Ich werde keinen oben vergessen und vergesset auch mich nicht!

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Mögen sie doch alle den Weg zum Heiland zurück­finden!

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