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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
Entstehung
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Grüßen Sie alle lieben Bekannten von mir und laẞt uns zusammenhalten im Gebete. Alles für Christus und Christus für Deutschland ! Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich in Dankbarkeit Ihr gez. Eduard

Drei Tage, nachdem er diesen Brief geschrieben hatte, brachte man ihn ins Gefängnis. Dort hat er sicher bittere Stunden durchgemacht; denn er rechnete bis zuletzt damit, freigelassen zu werden, weil er am wenigsten von allen Geistlichen ,, be­lastet" war. Aber auch er wurde zum Tode ver­urteilt und seine Begnadigung abgelehnt. Nach schweren inneren Kämpfen hat er sich zur Er­gebung in den göttlichen Willen durchgerungen.

Die Gedanken, die ihn damals beschäftigten, kommen gut in einem Brief zum Ausdruck, den er an einen jungen Soldaten schrieb:

,, Nur zu deutlich haben sich an uns die Worte erfüllt: Gottes Wege sind nicht die Wege der Menschen. Der Mensch denkt und macht seine Pläne, aber der Herrgott hat auch noch ein Wort mitzureden! So hat der Herrgott Dich herausge­führt aus Deinem normalen Schulbetrieb, hinaus an die Front.. Und mich hat er hinausgeführt aus meinem Seelsorgebezirk, in dem ich mit großer Liebe gearbeitet habe für Christus und sein Reich und mich hineingeführt in die Gefangenschaft. Wir werden wohl in diesem Leben nie vollkommen be­greifen, warum der Herrgott all das schickt oder

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