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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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sein Testament schriftlich niederlegen, und daß ich rechtzeitig wiederkommen würde, verließ ich ihn. Es wurde bald 6 Uhr. Ich ging wieder zu ihm, um ihm die heilige Wegzehrung zu reichen. Vor dem Empfange der heiligen Kommunion bat ich ihn, er möge unmittelbar nach dem Empfange der heiligen Kommunion mit Jesus eines Herzens und eines Sinnes beten: ,, Vater, vergib ihnen, sie wuẞ­ten nicht, was für ein Unrecht sie mir zufügten." Er hat es gebetet. Und wie hat er es gebetet! Ich glaube, so könnte es auch Jesus gebetet haben am Ölberg!

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Dann wurde er seiner Kleider entblößt, die Hände wurden auf dem Rücken gefesselt und so wurde er zum Schafott geführt. Währenddessen reichte ich ihm das Kreuz zum Kusse. Er bat um das Bild der heiligen Theresia vom Kinde Jesu , das er auf seiner Zelle gehabt hatte. Ich reichte es ihm. Er schaute so vertrauensvoll auf dieses Bild und betete sein letztes Gebet: Heilige Theresia vom Kinde Jesu , Du hast mir so viel Gnade er­fleht vom Himmel. Wenn mir in Lübeck Men­schen begegneten, besonders Jungmänner, die sich von Gott entfernt hatten, dann hast Du mir so oft durch Deine Fürbitte geholfen, sie wieder in das Vaterhaus unserer heiligen Kirche zurückzu­bringen. Heilige Theresia, wie Du siehst, bin ich jetzt selbst elend und hilfsbedürftig, hilf mir jetzt ganz besonders durch Deine Fürbitte und hole mich zu Dir hinauf ins himmlische Vaterhaus." Dann gingen wir Seite an Seite hin zur Richtstätte.

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